Die Abkürzung EVOH steht für Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer. In flexiblen Verpackungen wird EVOH als dünne, organische Barriereschicht eingesetzt, um Produkte vor allem vor Sauerstoff (und damit Oxidation & Aromaverlust) zu schützen. In Verpackungsfolien ist EVOH dabei in der Regel transparent und eignet sich deshalb für klare Hochbarriere-Verpackungen.
Eigenschaften
- Optik: Transparent / klar
- Barriere: Sehr hohe Sauerstoffbarriere (O₂) und Aromabarriere
- Schichtstärke: Gängig 2 - 10 µm
- Anmerkung: Barriereleistung von relativer Luftfeuchtigkeit abhängig
Einsatz
EVOH wird üblicherweise als mittlere Funktionsschicht in PP- und PE-Folien eingesetzt und findet größtenteils in Lebensmittelverpackungen wie Beutel, Tiefziehfolien oder Tuben Verwendung. Die Außenlage aus PP und PE sorgen für Mechanik, Siegeleigenschaften und eine zusätzliche Feuchtigkeitsbarriere – das EVOH liefert die Sauerstoff- und Aromabarriere.
Barriereleistung
EVOH liefert in der Praxis vor allem eine sehr hohe Sauerstoffbarriere, welche wiederum in Abhängigkeit zur relativen Luftfeuchtigkeit sinken kann. Im Gesamtverbund sind OTR- und WVTR-Werte von <= 1 realistisch, womit EVOH-Barrieren unter “Hochbarriere” eingeordnet werden können (abhängig von Gesamtverbund und Testbedingungen).
Recycling
Eine EVOH-Barriere kann je nach Schichtstärke das Recycling einer Verpackungsfolie beeinflussen. Die aktuellen Design-for-Recycling-Leitlinien sehen bei EVOH ≤ 5% des Strukturgewichts eine gute Recyclingfähigkeit. Bei Zugaben 5% kann es zu Prozessproblemen kommen (Gelbildung, Eintrübung, Prozessinstabilität).
Quellen Stand 23.01.2025:
- Frauenhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV;
- RecyClass;
- Kuraray

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